Skip to main content
Academically Reviewed

Auf Grundlage der Forschung von Randall M. Christenson (1985).

Verstrickungstest (SII)

Fällt es dir schwer, deine Identität in engen Beziehungen zu bewahren?

Auf Grundlage der Forschung von R. M. Christenson und W. P. Wilson (1985) bewertet dieser Test dein Ausmaß an Verstrickung mithilfe des Inventars des Separation-Individuationsprozesses (SII). Separation und Individuation bezeichnen den psychischen Prozess, eine eigenständige persönliche Identität zu entwickeln und gleichzeitig gesunde emotionale Verbindungen zu anderen aufrechtzuerhalten.

Hast du das Gefühl, dich selbst zu verlieren, wenn du jemandem näherkommst, oder fühlst du dich während emotionaler Konflikte wertlos? Gib unten deine Antworten ein, um den Test zu machen.

Frage 1 von 39

Ich finde es schwierig, einen anderen Menschen wirklich gut kennenzulernen.

Nicht zustimmen
Zustimmen

Zurück Weiter

Der psychische Weg zur emotionalen Reife umfasst zwei miteinander verbundene Aufgaben: eine klare, unabhängige Identität zu entwickeln (Individuation) und zu lernen, die innere Stabilität aufrechtzuerhalten, wenn man emotional von wichtigen Bezugspersonen getrennt ist (Separation). Wenn dieser Entwicklungsprozess auf Hindernisse stößt, kann es Erwachsenen schwerfallen, in ihren Beziehungen persönliche Autonomie und Nähe miteinander zu vereinbaren. Um diese komplexen Zusammenhänge zu untersuchen, entwickelten R. M. Christenson und W. P. Wilson 1985 das Inventar des Separation-Individuationsprozesses (SII). Dieses Selbstbeurteilungsinstrument bietet eine strukturierte Möglichkeit, Schwierigkeiten dabei zu erfassen, ein stabiles Selbstgefühl zu bewahren und gleichzeitig enge zwischenmenschliche Beziehungen einzugehen.

Das zentrale vom Instrument erfasste Merkmal ist die Schwierigkeit der Separation, die in der psychologischen Fachliteratur früher als Störung von Separation und Individuation beschrieben wurde. Im Alltag zeigt diese Dimension, wie eng das Selbstbild und die emotionale Sicherheit einer Person mit ihren wichtigsten Beziehungen verbunden sind. Menschen mit großen Schwierigkeiten bei der Separation empfinden tiefe emotionale Nähe häufig als Bedrohung ihrer persönlichen Grenzen. Wenn sie einem anderen Menschen näherkommen, kann es ihnen vorkommen, als würden ihre eigenen Gedanken, Gefühle und ihre Identität verschlungen oder ausgelöscht, was zu einer verwirrenden Mischung aus dem Wunsch nach Verbundenheit und der Angst vor dem Verlust des eigenen Selbst führt.

Diese Schwierigkeit zeigt sich auch deutlich in Momenten zwischenmenschlicher Konflikte oder emotionaler Distanz. Wenn es zu einer Meinungsverschiedenheit kommt oder ein nahestehender Mensch emotional nicht erreichbar ist, können Menschen mit Schwierigkeiten bei Separation und Individuation einen tiefgreifenden Einbruch ihres Selbstwertgefühls erleben und sich wertlos, zurückgewiesen oder zutiefst ängstlich fühlen. Normale Spannungen in einer Beziehung betrachten sie häufig nicht als vorübergehende Situation, die gelöst werden kann, sondern als schwere Bedrohung ihres grundlegenden Selbstwerts. Daher können sie zwischen starkem Klammern zur Aufrechterhaltung der Verbindung und einem abrupten Rückzug zum Schutz ihrer Autonomie schwanken, wodurch es schwer wird, die Stabilität der Beziehung zu bewahren.

Die Forschung zu Separation und Individuation zeigt, dass diese Herausforderungen häufig vorkommen und in der Allgemeinbevölkerung auf einem breiten Kontinuum liegen. Wenn du erkennst, wo du dich auf diesem Spektrum befindest, kann dir das wertvolle Einblicke in deine Beziehungsmuster geben und dir helfen zu verstehen, warum bestimmte zwischenmenschliche Situationen starke Belastungen oder Abwehrverhalten auslösen. Ein klareres Bewusstsein für deine Tendenzen in Bezug auf Separation und Individuation zu entwickeln, ist oft ein entscheidender erster Schritt zu stärkeren persönlichen Grenzen, größerer emotionaler Widerstandsfähigkeit und erfüllenderen, ausgewogeneren Beziehungen zu anderen in deinem persönlichen Umfeld.

Die auf deiner Ergebniskurve angezeigten Vergleichswerte zur Bevölkerung sind Schätzwerte, die aus veröffentlichten Forschungsstichproben unter Verwendung der ursprünglichen Skala abgeleitet wurden, und keine validierten Bevölkerungsnormen für diesen spezifischen Onlinetest. Sie dienen als allgemeiner Anhaltspunkt, damit du dir vorstellen kannst, wie deine Ergebnisse im Vergleich zu typischen Durchschnittswerten aus wissenschaftlichen Studien ausfallen, und stellen keine exakte Einstufung deiner persönlichen psychischen Merkmale dar.

Bitte beachte, dass diese Einschätzung ausschließlich zu Bildungs- und Selbstreflexionszwecken bereitgestellt wird. Sie ist kein diagnostisches Instrument und kann keine psychische Erkrankung, Bindungsstörung oder Persönlichkeitsstörung diagnostizieren. Dieser Test basiert auf dem Inventar des Separation-Individuationsprozesses (SII), verwendet jedoch eine eigene Formatierung und eigene Umsetzung der Fragen und steht in keiner Verbindung zu Christenson, Wilson oder ihren jeweiligen Forschungseinrichtungen. Wenn du feststellst, dass Beziehungsprobleme oder Schwierigkeiten mit deiner Identität in deinem Alltag erhebliches Leid verursachen, kann dir eine Beratung durch eine zugelassene Fachkraft für psychische Gesundheit persönliche Orientierung bieten.

Referenzen

  • Christenson, R. M. & Wilson, W. P. (1985). Assessing Pathology in the Separation-Individuation Process by an Inventory: A Preliminary Report. The Journal of Nervous and Mental Disease, 173(9), 561-565.

Verstrickungstest (SII)

Warum dieser Test?

1. Kostenlos. Der vollständige Test ist kostenlos verfügbar, sodass du ohne versteckte Gebühren oder Bezahlschranken vollständigen Zugriff auf deine Ergebnisse erhältst.

2. Quellentreu. Diese Einschätzung basiert auf dem Inventar des Separation-Individuationsprozesses (SII) und gibt etablierte psychologische Forschung zur emotionalen Unabhängigkeit wieder.

3. Erkenntnisse statt Diagnose. Dieses Instrument wurde zur Bildungs- und Selbstreflexion entwickelt. Es hilft dir, Beziehungsmuster zu erkunden, ersetzt jedoch keine klinische Untersuchung.