7 Todsünden Test
Welche Todsünde ist am stärksten in dir?
Seit mehr als fünfzehn Jahrhunderten dienen die sieben Todsünden als die berühmteste Karte der westlichen Welt für menschliche Schwäche. Zuerst von den Wüstenmönchen katalogisiert und von Papst Gregor dem Großen in ihrer klassischen Form festgelegt, hält sich die Liste, weil jeder sich irgendwo darauf wiederfindet: Jeder von uns hat eine Laster, das uns enger als die übrigen begleitet.
Mache den Test, um herauszufinden, welche der sieben Todsünden am stärksten in dir ist.
Frage 1 von 35
Es fällt mir schwer, zuzugeben, dass ich falsch liege.
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Der 7 Todsünden Test ist von psychometrischer Methodik inspiriert und basiert auf dem klassischen Lasterkatalog der christlichen Morallehre. Der Test gibt Feedback wie das folgende:
Lust
Lust ist die brennende Begierde unter den Sünden: das Ziehen von Verlangen, Anziehung und Empfindung, das sein Objekt sofort will. Menschen mit einer starken lustvollen Ader leben nahe bei ihren Sinnen — bezaubert und bezaubernd, hungrig nach Intensität, unruhig, wenn das Leben lauwarm wird. Die Tradition behandelt Lust nicht als Genuss von Vergnügen, sondern als seine Tyrannei: den Moment, in dem Verlangen aufhört, der Liebe zu dienen, und beginnt, sie zu befehlen. Unter dem Verlangen liegt oft ein echtes Geschenk für Freude und Verbindung, das kältere Temperamente niemals kosten. Das alte Heilmittel ist Mäßigung statt Verleugnung — Verlangen an einer Leine gehalten, die es respektieren kann —, damit Leidenschaft Hingabe vertieft, statt sie zu zerstreuen, und Vergnügen ein Gast bleibt statt eines Herrn.
Stolz
Stolz ist die älteste der Sünden — die, welche die Tradition die Wurzel aller übrigen nennt: die Überzeugung, über anderen zu stehen, niemanden zu brauchen, die Krone zu verdienen. Die Stolzen tragen sich mit Selbstvertrauen, setzen anspruchsvolle Maßstäbe und verdienen oft echte Bewunderung; Exzellenz ist ihre Muttersprache. Aber Stolz’ Schattenarbeit ist ständig: Er kann keinen Fehler eingestehen, keine Hilfe erbitten und hört jede Kritik als Angriff. Unter der Rüstung liegt oft ein einsamer Perfektionismus — eine Angst, dass Gewöhnlichsein bedeutet, unliebenswert zu sein. Demut, sein uraltes Heilmittel, ist keine Selbsterniedrigung, sondern genaue Selbsterkenntnis: die Entdeckung, dass Hilfe erbitten Menschen näher bringt, und dass Bewunderung süßer ist, wenn sie nicht verteidigt werden muss.
Völlerei
Völlerei ist die Sünde des Zuviel: der Appetit, der weiter konsumiert, nachdem Befriedigung gekommen und gegangen ist. Der Tisch des modernen Völlerers ist größer als Essen — Episoden, Feeds, Einkäufe und zweite Portionen von allem Angenehmen. Menschen, die zu Völlerei neigen, sind meist die Enthusiasten des Lebens: großzügige Gastgeber, fröhliche Gesellschaft, Liebhaber von Komfort, die wollen, dass alle satt sind und niemand gehetzt wird. Der Ärger beginnt, wo Genuss endet und bloße Fortsetzung übernimmt — Konsum als Betäubung statt als Feier. Die Tradition verbindet Völlerei mit dem Heilmittel der Mäßigung, und ihre Lehre ist das Paradox des Enthusiasten: Der Mensch, der bei Genug aufhören kann, kostet mehr als der, der es nicht kann, weil Freude im Genießen liegt, nicht im Volumen.
Neid
Neid ist die vergleichende Sünde: der Seitenblick, der das eigene Leben gegen das eines Nachbarn misst und es unzulänglich findet. Diejenigen, die mit Neid ringen, sind scharfe Beobachter des Glücks anderer — schnell, die Beförderung, das Lob, die Leichtigkeit zu bemerken, die andere scheinbar genießen. Der Stich ist real, und er wurzelt meist in Sehnsucht statt in Bosheit: Neid ist Verlangen, das eine Wunde trägt. Er kann in Groll umschlagen, aber er kann auch mit großer Präzision enthüllen, was eine Person wirklich will. Das klassische Heilmittel ist Güte — das Gute der Menschen zu wollen, die man beneidet — und Dankbarkeit, die den Blick nach Hause wendet, bis das eigene Leben nicht mehr wie die Reste von jemand anderem aussieht.
Zorn
Zorn ist das Feuer unter den sieben Todsünden: der schnelle Ansturm von Wut, der Beleidigung mit Hitze statt mit Geduld beantwortet. Menschen mit einer starken Neigung zum Zorn spüren Ungerechtigkeit scharf und reagieren sofort darauf — das scharfe Wort, die zugeschlagene Tür, der Groll, der sorgfältig am Leben gehalten wird. Ihr Zorn entspringt oft aus Loyalität und verletzten Idealen; sie brennen am heißesten für die Menschen und Prinzipien, die sie lieben. Doch dieselbe Flamme, die Mut nährt, kann Freundschaften versengen und das Urteilsvermögen trüben, und alte Kränkungen können jahrelang glimmen. Die mittelalterlichen Moralisten verschrieben Geduld als Heilmittel des Zorns, und das ist die stille Lebensaufgabe der zornigen Person: zu lernen, das Feuer wärmen statt verzehren zu lassen, gerechte Hitze in stetige Entschlossenheit zu verwandeln.
Trägheit
Trägheit ist die schwerste der Sünden — nicht einfache Faulheit, sondern die tiefe Trägheit, die die alten Mönche Acedia nannten: die Mittagsmattigkeit, die jede Aufgabe wie das Heben von Stein erscheinen lässt. Menschen, die zu Trägheit neigen, verschieben, vermeiden und treiben; sie bewachen ihre Ruhe eifersüchtig und lassen andere das Tempo bestimmen. Oft verbirgt sich hinter der Stille Empfindsamkeit statt Gleichgültigkeit — Angst vor Misserfolg, vor Verantwortung, davor, sich zu sehr zu kümmern und verletzt zu werden. Trägheits geheime Tugend ist Zufriedenheit: Die Trägen werden selten von Ehrgeiz angetrieben, andere niederzutrampeln. Ihr Heilmittel, sagt die Tradition, ist Fleiß, der in kleinen Schritten geübt wird — die Entdeckung, dass Anfangen der einzige schwere Teil ist, und dass Bewegung, einmal begonnen, ihre eigene Belohnung trägt.
Geiz
Geiz ist die greifende Sünde: der Hunger, zu erwerben und zu behalten, ob der Schatz Geld, Besitz oder Vorteil ist. Diejenigen, die zu Geiz hingezogen werden, sind Sammler und Zähler aus Instinkt — sie wissen, was sie haben, was ihnen geschuldet wird, und was sie als Nächstes wollen. Unter dem Erwerbsstreben liegt meist etwas Weicheres: eine Erinnerung an Knappheit, eine Angst, dass nicht genug da sein wird, ein Glaube, dass Sicherheit angehäuft werden kann. Geizes Gaben sind real — Umsicht, Fleiß, ein Auge für Wert —, aber sein Preis ist eine Faust, die sich nicht öffnen kann. Die Tradition nennt Nächstenliebe als seine Heilung, und die Reise der geizigen Seele ist genau das: zu entdecken, dass das, was weggegeben wird, Menschen enger verbindet als alles Gehortete.
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